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Maifeld Derby 2014

Uhu, Festivalzeit \o/

Das Line-Up hat es uns dieses Jahr leicht gemacht, wie wollten unbedingt zum Maifeld Derby in Mannheim. Also sind wir am frühen Freitagmorgen voll bepackt in Richtung des Münchner ZOBs gewandert und haben einen Fernbus direkt nach Mannheim bestiegen. Dort angekommen haben wir uns erstmal orientierungslos am Bahnhof nach einem Supermarkt umgeguckt. Irgendwann kreuzte dann auch ein Lidl unseren Weg und wir haben unseren Proviant für die nächsten Tage gleich eingetütet und mit dem restlichen Gepäck umher geschleppt. So ging es dann weiter mit Straßenbahn und Bus zum Maimarktgelände auf dem das Festival stattfindet. Nach einem schweißtreibend Marsch zum Haupteingang inklusive Check-In und Festivalbändchenumschnallung ging es weiter zum nahen Campingplatz. Für Freitag Mittag waren dort auch schon einige Zelte aufgebaut und wir begannen auch gleich damit. Im Zeltaufbau und -ausstaffieren sind wir ja inzwischen Profis also ging das auch recht zügig.

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Das aufgebaute Zelt, zuhause für die nächsten 4 Tage.

(Ab hier: aus drastischen Akkuspargründen nicht mehr gaaanz so viele Fotos. Quasi gar keine vom Festival direkt… -.-)

 Nachdem wir uns im Zelt so weit häuslich eingerichtet hatten, gingen wir zum eigentlichen Festival-Gelände und sahen uns dort schon mal um. Aha, dort die beiden Zelte, da die Bühne, hier die Essensstände und da hinten die drei größeren, aber abgesperrten Renn- oder Turnier- oder was auch immer das normalerweise ist… Pferdesprung-Felder. Alles relativ übersichtlich. Dem eigens für das Festival gedruckte umfangreiche Programm konnten wir entnehmen, dass wir wohl unser Geld in „Derby Dollar“, die offizielle Festivalwährung umtauschen müssen. Wir erhielten also unser Spielgeld für die nächsten Tage. (Eigentlich ja eine nette Idee mit psychologischer Wirkung und eventuellen Hintergedanken.) Die ersten Derby Dollar tauschten wir dann auch gleich um und genehmigten uns erst mal ein Handbrot. Das mit Champignons und viel Käse gefüllte Brot sättigte auch ganz gut.

Pünktlich zur ersten Band, Laura Carbone fanden wir uns dann auch vor der Open Air-Bühne ein. Ich hatte im Vorhinein zwar eine Spotify-Playlist mit einigen Bands und Künsterlinnen des Festivals gehört, an Laura Carbone konnte ich mich aber nicht erinnern. Die Band rund um die Frontfrau war ein guter Einstieg, musikalisch ziemlich gut, auch wenn alle sehr bemüht cool waren (und dabei vielleicht ein bisschen der eigentliche Charme oder die Leidenschaft auf der Strecke blieb). Anschließend ging es zu einer Bühne mit dem schönen Titel „Parcours D’Armour“ auf dem Kristian Harting spielte. Die Bühne war die kleinste dafür konnte man direkt auf der Tribüne sitzen und darauf gucken. Kristian Harting war jedenfalls sehr gut auf dieser Bühne aufgehoben, er spielte und loopte seine Gitarre und sang dazu mit einer wunderbaren Stimme, hinter ihm die startenden (Segel-)Flugzeuge des nahgelegenen Flugplatzes. Sehr schön.


Der Timetable war so aufgebaut, dass auf den jeweils 4 Bühnen 2 Auftritte (oft zeitlich ein wenig versetzt) stattfanden. Wer also viel mitbekommen wollte, musste viel gehen. Und das taten wir. Rah Rah aus Kanada beispielsweise überraschten mich im Palastzelt mit einem super Sound, lustigen und vielseitigen Musikerinnen und Musikern und verbreiteten eine gute Stimmung.

Nach ein paar Liedern wollte ich zur anderen Zeltbühne gucken, da mit Ed Schrader’s Music Beat schon im Vorfeld gut gefielen. Irre, zwei Typen aus Baltimore an einer Floortom (Trommel, für diejenigen, die nicht verwandt oder verschwägert mit diversen Schlagzeugern sind) und einem Bass, die musikalisch an Joy Division und humortechnisch an die Die Doofen erinnern. Ganz großartig!

(Hier lohnt es sich mal etwas reinzuscrollen, ab 4:40 hört man die eigentliche Stimme des Sängers)

La Femme kamen danach auf der Open Air-Bühne dran und die waren ja auch toll. Eine Sängerin/Keyboarderin und vier Jungs an Keyboards, Schlagzeug und Gitarre mit viel französischem Punk-Charme und tanzbaren Beats.

Davon sahen wir ziemlich viel, deswegen reichte es für Fenster nur noch für 2, 3 Lieder, auch nett. Lucy Rose, eine Singer-Songwriterin mit Band war musikalisch gut, aber irgendwie wenig überraschend. Deswegen weiter zu Fjørt ins andere Zelt: guter, deutsch gesungener Hardcore, ich war positiv überrascht und hätte dann doch mehr von den Jungs sehen können.

Um kurz nach acht Uhr ging es dann zu meinem anfavorisierten Bilderbuch-Konzert. Die Wiener Jungs sind wunderbar selbstironisch, mit viel Schmäh und noch cooleren Beats und Texten. Mit einer der besten Performances dieses Festivals. Vollkommen zu Recht also der derzeitige Hype um die Band.

Vor dem Parcour d’amour standen dann schon lange Schlangen um Clickclickdecker zu sehen, also wanderten wir wieder zum Festival-Zelt in dem die härteren Klänge angeschlugen wurden. Raketkanon waren durchschnittlich, gut.
Da wir aber unbedingt Die Höchste Eisenbahn sehen wollten, stellten wir uns doch schon mal an die immer noch existierende Clickclickdecker-Schlange an, sahen dann noch etwa 2 Lieder von ihm und warteten dann auf die Eisenbahner. Die beiden Singer-Songwriter Francesco Wilking (den eins vielleicht von Tele kennen könnte) und Moritz Krämer kamen dann auch schon bald mit Schlagzeuger und Bassisten/Keyboarder nach dem gemeinsamen Equipment-Aufbau auf die Bühne. Moritz Krämers Stimme finde ich so schön, der könnte mir einfach alles vorsingen. (Daher empfehle ich auch sehr seine Solo-Sachen!=> ) Das Konzert war wunderbar, warm und lustig, tanzbar und nachdenklich. Toll!

Die!Die!Die! haben mir letztes Jahr auf dem Phono Pop-Festival ja ganz gut gefallen, hier war allerdings der Sound dermaßen schlecht abgemischt und Basswummerig, dass wir dann doch „lieber“ zum Poetry Slam guckten. Da hielten wir es aber nach drei Slamern auch nicht mehr aus, einfach nicht meins.
Monochrome hatte ich mir vorhinein herausgeschrieben, da es sich ganz gut anhörte. Live war es aber eher irritierend und nach ein paar Liedern guckten wir rüber zu FM Belfast, gaben denen noch ein paar Lieder Chance uns zu überzeugen und gingen dann doch schon bald schlafen.

Die Nacht war sehr kalt, aber einigermaßen ruhig (zumindest für einen Festival-Campingplatz!) und wir wurden zeitig von den startenden Flugzeugen nebenan geweckt. Die Dusch- und Toiletten-Anlage auf dem Platz war noch recht sauber, also gleich mal Haare waschen, frisch machen und dann frühstücken in der Sonne vor dem Zelt. Wir hatten es immerhin geschafft ein Glas (*pssssst*) mit Ajvar auf den Platz zu schmuggeln. Frischkäse und Semmeln und das beste am Campingleben: morgens kalter Kakao! Bis zu ersten Band hatten wir noch ein paar Stunden, die wir ja nicht auf dem Campingplatz versauern lassen wollten. Also husch, schnell in einen Bus gesprungen und dann zum Luisenpark gefahren. Den hatte mir jemand auf Twitter als eine der schönsten Parkanlagen Deutschlands empfohlen (Danke dafür!). Also wir unwissend hingetingelt. Ja, da ist eine Parkanlage, steht auch Luisenpark dran, aber da ist eine Kasse und für den Eintritt soll eins zahlen. Na gut, dachten wir uns, wenn eins sogar dafür zahlen muss, muss ja iiirgendwas dran (beziehungsweise drin) sein. Und das wars dann auch: als ich den ersten Lageplan sah, konnte ich meinen Augen gar nicht wirklich trauen: da gab es ja Schildkröten! Und Eulen! Uuund Pinguine! Wie viel besser kann denn so ein Park bitte sein?! Da wir eh nur gut zwei Stunden eingeplant hatten, beeilten wir uns um möglich viel zu sehen. Vögelvolieren mit allerhand kleinen und großen Vögeln, Äffchen, Flamingos, einen Nasebär, viel Wiese und Rumtobefläche, ein Trampolinareal (zu wenig Zeit, leider!), ein Chinesicher Garten, ein Terrarium (mit gähnender Riesenschlange!)- und Aquarium-Bereich (mit Piranha, Rochen, sehr flinken und lustig anzusehenden Putzergarnelen) und eben Schildkröten! Und Eulen (soooo toll mal wieder welche von ganz nah und zwinkernde zu sehen!) uuuuuuund Lieblingspinguine! Bei den Pinguinen hätte ich auch noch Stunden sitzen können und mir angucken können, wie sie in der Sonne plantschen und sich jagen und rumschnorcheln. Aber: die Zeit! Wir legten aber wohl ein ganz gutes Tempo vor und sahen auch alles, was wir sehen wollten und das klingt beim Lesen vielleicht alles ziemlich gehetzt, es war aber wunderschön und erholsam! Die Verbindung aus Spielplatz, Zoo und Botanischer Garten gefiel mir gut, auch wenn ich gar nicht länger über die mir viel klein vorkommenden Tiergehege nachdenken wollte…

Zurück am dem Festivalgelände kamen wir gerade zu L’Aupaire auf den Parcours d’amour an. Gut gelaunte Band mit schöner Musik. Mozes and the Firstborn waren auch ziemlich gut anzusehen und zu hören, ich wollte aber gerne Solander sehen und ging nach einiger Zeit wieder rüber. Solander fand ich ziemlich gut, saß nur leider etwas abseits vom Schuss, aber das tat der Sache keinen Abbruch.

Bei Anna Aaron aus der Schweiz traf ich den Freund wieder. Die Sängerin mit ihrer Band wirkte wie in ihrem Element, kam bei mir aber leider nicht wirklich an. Also lieber mal rüber zu Buddha Sentenza gelaufen. Dieser Instrumental-Band konnte man super beim sich-reinspielen zu sehen. Und Kudos an den Gitarristen, der in einer Rekordzeit seine gerissene Saite austauschen konnte.

 

Der ultracoole James Hersey trieb uns zu Charity Children, denen wir beim sich ansingen ansahen. Ein bisschen folkiges Of-Monster-and-Men gemischt mit dem diesjährigen Eurovision Songcontest Beitrag aus den Niederlanden (The Common Linnets), also sehr nett anzusehen.

Son Lux war ganz grandios, auch wenn nicht so besonders abwechslungsreich.

Dafür fand ich French Nails überraschend gut. Vor allem weil der Sänger eine ähnliche Stimme wie der einer Lieblingsband hat(, die sich leider vor ein paar Jahren aufgelöst: Kurhaus). Die Texten stammen wohl von dem Sohn eines Bandmitglieds was die auch gleich noch viel sympathischer macht. Wir guckten kurz zu Spaceman Spiff, der mir aber viel zu negativ-trist war und gingen zu EMA. Hier fand ich EMA und die restliche Band sehr nett, der Sound war aber leider nicht der beste und die Musik war mir in dem Moment auch zu unabwechslungsreich. Ich legte also einen kleinen Campingplatz-Trip ein und zog mich wärmer an. Der Tag war zwar wunderschön sonnig, aber gegen Abend wurde es merklich kühler.
Sohn fand ich relativ unspektakulär. Pond aus Australien waren gut drauf und haben sich nett reingespielt. Maria Solheim aus Norwegen auf der kleinen Bühne hatte erstmal einen wunderschönen Akzent in der ansonsten auch ganz wunderbaren Stimme und überzeugte mich mit ihren poetischen Texten. (Die reduzierte Live-Fassung mit Gitarre und den diversen Instrumenten, die ihre Freundin spielte gefällt mir übrigens noch viel besser als die Aufnahmen)

Zu Get Well Soon wollte ich unbedingt, da ich schon so viel Gutes über seine (bzw. ihre) Live-Performance gehört habe, ihn aber beim letzten Southside-Auftritt nur kurz angeguckt habe. Aber: bombastisch, toll! Natürlich trug dazu auch The Grand Ensemble bei, ich weiß gar nicht mehr, wie viele Musikerinnen und Musiker da auf der Bühne standen, aber alles ganz wunderbar und pooow, toll!

Danach ging es gleich pooow-pooow-mäßig weiter, allerdings im etwas kleineren Rahmen mit Lambert. Ein Mann, ein Klavier, eine Maske! Und was für eine! Witzige Performance zu melancholisch-schöner Musik. Eine _der_ Entdeckungen für mich! Das Album kann man auch sehr gut den ganzen Tag laufen lassen.

Ein weiteres Highlight sollte Warpaint werden, wurde es auch. Die vier Frauen haben ihren Sound gefunden und der ist einfach super.

(Nicht der beste Sound und nicht das beste Video, aber ein mega Lied)

Dafür habe ich leider Trümmer verpasst, die ich gerne auch sehen wollte. Zu Motorama setzten wir uns auf den Boden und hörten uns das sehr gute pop-rockige (furchtbares 80er-Wort…hmh) Geschrummel an. Eher an den Editors als an Joy Division, gut hörbar.
Bei Hundreds waren wir noch kurz für ein paar Lieder im Zelt bevor in unser Zelt gingen.

Die Nacht zu Sonntag war schon besser, weil wärmer. Allerdings entschloss sich meine Isomatte dazu die Luft nicht mehr ganz bei sich halten zu wollen und so lang ich irgendwann zwar noch auf der Matte, aber eigentlich auf dem Boden. War aber trotzdem gemütlich, ich mag zelten ja.

Nachdem Frühstück und dem Wild-Haarewaschen auf freier Flur (weil die Damen-Duschen schon gut unter Wasser standen) ging es dann nach Heidelberg. Dort wollten wir uns mit der tollsten Alex, die ich bislang nur über Twitter und unseren FangirlHangouts kannte, treffen. Vom Mannheimer Maimarkt nach Heidelberg sind es mit der S-Bahn auch nur gut 20 Minuten in die Altstadt. Angekommen, Berge und Neckar gesehen, geklatscht. Schön hier! Wir erkundeten zu erst auf eigene Faust die Innenstadt aka Touristenhochburg. Wahnsinn. Ich lebe ja in einer Großstadt mit vielen Touristen, aber in so gehäuften Massen sehe ich die dann doch auch selten (und ja, ich arbeitete bereits auf dem Oktoberfest!). WIr gönnten uns ein Eis, das doch aus so ziemlich 90% Sahnezeug bestand, guckten zum Schloss hinauf, schlenderten durch die Gassen und liefen am Neckar entlang. Und dann war die wunderbare Alex! Das Schloss, das schon von unten ganz toll aussah, sollte von oben ja auch einen schönen Blick auf die Stadt bieten und es gab ein Riesenweinfass! Das wollten wir uns nicht entgehen lassen und schmissen uns todesmutig in eine Seilbahn (zum Glück auf Schienen!), die uns den Berg hinauf brachte. Schloss beziehungsweise Schlossruine gucken fand ich super toll! Dazu dann noch das Riesenfass, schönstes Wetter, eine umwerfende Aussicht und nicht zuletzt die Anwesenheit der wundertollsten Alex machten diesen Heidelberg-Ausflug zu etwas ganz besonderen!

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Meta-Tourismus!

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Das Ergebnis.

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Das „kleine“ Fass

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Und das wirklich große Fass. Eins kann sogar auf das Fass laufen!

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Das ist das Fenster hinter dem Fass.

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Und das bis ich davor ^^

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Was für ein Ausblick!

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Hier sind man ganz gut die eine Fußgängerzone, die wir zuvor abgewandert sind

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Gesprengter Turm von 1693.

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Aber, dann mussten wir doch relativ schnell wieder zurück um pünktlich wieder zu unseren auserkorenen Bands zurück zu sein. Nochmal über die Alte Brücke gestoplert und dann mussten wir uns auch schon wieder voneinander verabschieden.

Zu den Elwins waren wir dann wieder vor der Open Air-Stage. Die Jungs aus Canada haben auf jeden Fall einen guten Sound.

Da wir aber noch etwas essen mussten, gingen wir zum Campingplatz und es gab ein ausgesprochen akzeptables Nudelgericht vom nahen Discounter, dass wir im Tag zuvor dort geholt kauften.
Dann ging es weiter zu den Temples. Diese fande ich auf Platte ganz toll, weil so verspielter Sixties-Sound. Live war es eher enttäuschend, weil ganz anders. Hmh. Naja, hatten wir also Zeit mal bei der Steckenpferd Dressur vorbeizuschauen, die auch gerade auf dem Gelände stattfand. Hier konnten alle freiwilligen mit eben einem Steckpferd eine, nach bestimmten Vorgaben ablaufende, Dressur mit anschließender Kür laufen. Überraschenderweise dann doch sehr lustig.
Aber dann, endlich ein weiteres Lieblingshighlight: Hozier. Seit ein paar Monaten höre ich Hoziers Songs und finde sie (und ihn^^) ganz toll. Mitsamt Keyboarderin, Cellistin und Schlagzeuger ging es dann los. Aller pünktlichst zum Konzertbeginn fing es dann auch an zu Regnen. Netterweise spendierten die Veranstalter eine Regenplane für die vorderen Reihe. Bestimmt nett gemeint, ich hatte aber eine Regencape dabei und stand lieber im Regen und sah dafür die ganze Bühne. Hach, es ist einfach toll, ein Lieblingslied auch mal live zu hören!

St. Vincent hatte im Palastzelt eine super Show, natürlich eine tolle Stimme und hat einfach gerockt! Tollo!


Wye Oak habe ich mir irgendwie besser oder zumindest anders vorgestellt. Aber gut, hatten wir Zeit uns schon mal für The National bereit zu machen. The National waren auch die Headliner des Festivals, also gab es auch einen gewissen Anstrum, aber wir haben noch einen guten Platz in den vorderen Reihen bekommen. Hach ja, die Show war super, die Band war wieder ganz super mit perfektem Timing. Die Lieder gingen mir so sehr an Herz, gerade Hard To Find, dass ich nach ein paar Liedern schon ganz verheult war, aber es war ganz, ganz wunderschön! Matt hat wieder ein bisschen was getrunken, ein bisschen was kaputt gemacht und viel Publikumskontakt gesucht. (Ich kann mich jetzt nur noch wiederholen: GANZ, GANZ TOLL!!!)

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Der Bruder des Sängers von The National hat einen Film mit/über die Band gedreht. Ab nächster Woche im Kino. Freude!

 

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Die Show war pünktlich um 22Uhr zu Ende. Danach war, ähm, nix mehr. Das Festival war vorbei und wir ein bisschen verwirrt. Was sollten wir mit dem angebrochenen Abend machen? Was gabs noch zu sehen? Was sollten wir tun? Wir entschieden uns dann für das allercoolste, was wir in der Situation nur hätten tun können: wir gingen heiß duschen und dann ins Bett.

Das Mannheim Derby war ein wirklich schönes Festival mit einem super Line-Up und einer ganz tollen Atmosphäre! Die Bühnen waren teilweise sehr schön und mit viel Detailliebe geschmückt, das ganze Gelände war stylisch hergerichtet. Wenn die Bands nächstes Jahr wieder so toll sind, kommen wir gerne wieder! o/

Am Montag weckte uns die Sonne nicht mal ganz so früh, wir ließen es ruhig angehen, frühstückten und packten gemütlich zusammen. Als wir dann schon kurz aufgebrochen sind, noch eine kleine Aufregung: ich hatte meine Uhr nicht mehr Handgelenk! Ich ging nochmal alles ab, zurück zum vorherigen Zeltplatz, aber nix. Es musste also entweder irgendwo in unseren Zeug stecken oder ich hatte sie tatsächlich verloren. Half aber auch nichts noch mal alles abzusuchen, wir gingen also weiter. Wir fuhren wieder nach Mannheim und warteten dort auf unseren Bus. Und warteten. 30 Minuten nach der eigentlichen Abfahrt fuhr er dann auch ein. Immerhin bekamen wir einen Platz ganz vorne und hatten so eine prima Aussicht. Auf den Stau. In Karlsruhe musste der Busfahrer eine gesetzliche Pause von 45 Minuten einlegen und wir guckten also die Karlsruher Bahnhofsgegend an. Hint: wohl nicht spannendste an der Stadt. Dann ging es weiter, im Stau. Alles in allem waren wir schließlich 2,5 Stunden zu spät dran. Was für einen Montag abend eigentlich ja nicht weiter dramatisch gewesen wäre, hätten wir noch ein Konzert zu erwischen gehabt. Jaha, nach 3 Tagen Festival ist es doch das verständlichste der Welt erst mal auf ein Konzert zu gehen. Aber was soll eins machen, wenn The National auch gerade in München spielen ❤

Wir rechneten auf der Busfahrt also unsere Chancen aus, noch St. Vincent als Vorgruppe sehen zu können oder nicht. Wurden mit der Zeit unruhiger und sprinteten schließlich los als der Bus dann in München ankam. SCHNELL nach Hause, das Zeug abgeworfen, die Karte geholt und zum Zenith gefahren. Von St. Vincent sahen wir genau noch ein Lied. Dafür kamen wir ohne weiteres in die 3. Reihe und waren von nun an selig. GANZ, GANZ tolles Konzert! Ein Traum! So viele, kleine Momente, Blicke, Betonungen und Feels <333 Phantastischer Abschluss unseres ersten (?) Festivals 2014!

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Vienna (AFP-Konzertreise pt.2)

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So, es geht also weiter: ich sitze immer noch im Zug.

Bei jeder Durchsage schrecke ich hoch, bei Zwischenhalten gucke ich mal schnell raus und verkrieche mich dann wieder unter meine Kapuze. Glücklicherweise ist der Zug recht leer und so kann ich mich auf zwei Sitzplätzen ausbreiten. Irgendwann, viel zu früh, muss ich in Würzburg umsteigen. Da der Anschlusszug sowieso verspätet ist und ich noch massig Zeit habe, gucke ich mir den Bahnhof an. Eigentlich habe ich auch gar keinen Hunger, aber dann sehe ich eine Pizza Hut-Werbung und bekomme sofort Lust auf was fettiges. Tja, leider gibt es früh morgens in allen vier Bäckerei-Filialen nichts ansprechendes. Wieder im Zug nehme ich mir wieder einen Doppelsitzplatz und kann doch noch ein wenig schlafen.

Am Wiener Westbahnhof soll ich eigentlich abgeholt werden. Ich gucke mich ein bisschen um und sehe nur eine Person mit so einem Abholschild und denke mir noch, wie nett das wäre, so begrüßt zu werden. Ich gucke also noch ein bisschen weiter und gehe den Bahnsteig entlag. Die Frau mit dem Schild lächelt mich an und ich lese erstmals das Schild:

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(Danke an Petra für das nachträgliche Fotografieren)

Ich freue mich wahnsinnig. Das ist also die Petra und sie hat extra für mich so ein Schildchen gebastelt. Die Petra kenne ich über Twitter und hier wiederum über die Linda. Ich finde es immer super interessant Twittermenschen zu treffen, die man davor ja quasi schon „kennt“ und mag. Das Bild, dass man sich so über die Personen gemacht hat, stimmen erstaunlicherweise meistens sehr genau und man findet sofort bequatschbare Themen. Ich mag das sehrsehr gern. Die Linda traf ich im Sommer schon einmal zum Burgeressen in München und hab sie sofort ins Herz geschlossen.

Da die Linda aber erst später ankommt, fahren wir erstmal in Petras tolle Wohnung und liefern mein Gepäck ab. Danach geht es in Richtung Innenstadt zur fachkundige Touristenrumführung.

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Ein Herz für so schöne alte Ladenschilder und Kruschläden.

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Letztes Jahr war ich zusammen mit meinem Freund bereits schon einmal in Wien und fand die Stadt auf Anhieb wunderschön. Wie sollte es anders sein, sind wir natürlich auch wieder wegen eines Amanda-Konzerts verreist. Damals war es Anfang September und ziemlich heiß. Ich erinnere mich da zum Beispiel an einen wunderschönen und unbeschreiblich heißen Ausblick von der Gloriette über die Stadt.

In der Innenstadt (oder was ich als diese wahrnehme) schlendern wir rum, mir werden Anekdoten zu einzelnen Gebäuden oder einfach zu Wien an sich erzählt und ich freue mich erst mal wieder da zu sein und das auch noch mit so einer lieben Begleitung.

Auf den Weg gibts auch noch ein wunderbares Eis. Die Sorten Graumohn und Pferdeapfel (Schokoeisbälle mit Pistazienstückchen) kann ich wirklich nur sehr empfehlen.

Nach ein bisschen mehr rumspazieren landen wir in einem netten Cafe. Dort gibts eine indische Linsensuppe, die uns wieder aufwärmen soll.

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Als es Zeit wird, uns mit der Linda zu treffen, holen wir mein Gepäck ab und fahren zu meiner eigentlichen Dach-über-dem-Kopf-Geberin. Dort sitzen wir noch gemütlich zusammen und plaudern. Die Petra verabschiedet sich und wir beschließen auch bald darauf ins Bett zu gehen – immerhin ist morgen Montag.

Ich liege auf Lindas weichen, warmen Sofa, höre zum ersten Mal seit Tagen einfach nichts und kann mich entspannen. Ich schlafe super gut und wache einigermaßen erholt auf. Da Linda zur Uni muss und ich mich eh noch ein bisschen in der Stadt rumtreiben will, gehts nach einem kräftigendem Frühstück raus.

Wir fahren noch ein Stück gemeinsam, den restlichen Weg ins Belvedere habe ich mir von Linda beschreiben lassen. So finde ich das Schloss dann auch schnell und bin erst mal beeindruckt, dass da einfach so ein Schloss mit Park und allem drum und dran eigentlich mitten in einem Wohnviertel steht.

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Der Blick von der Oberen Belvedere auf das Untere. Wunderschöne Parkanlage unter grauem Himmel.

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Das Wetter ist grau und ungemütlich, bei Sonnenschein würde es mir sicher besser gefallen. Aber so brauche ich mich auch nicht lange in den Parkanlagen aufhalten und geh gleich rein. Zum Klimt. Ich liebe ja Klimt. Dieses Losgelöste, die Frauen und das Gold. Also gehe ich auch zielstrebig gleich auf die Klimt-Sonderausstellungs-Etage und nehme erstmal den falschen Eingang. Darauf werde ich dann auch gleich von einem engagierten Museumsangstellten in Englisch hingewiesen. Er ist so nett und ich kann einfach nicht anders, als auch auf Englisch zu antworten. Ich bin ja schließlich in einem anderen Land und finde es interessant, auch gleich als Touristin wahrgenommen zu werden.
So, aber jetzt zum Klimt. Erst mal finde ich den Aufbau der Ausstellung sehr gut: sie beginnt mit den Anfängen von Klimt in seinen Ausbildungsjahren. Werke von ihm, aber auch von Franz Matsch und Klimts jüngeren Bruder Ernst hängen nebeneinander. Diese ähneln sich noch sehr, bis hin zu exakt gleichen Abbildungen, nur aus einer etwas anderen Perpektive. Im Mueseum darf man nicht fotografieren, also versuche ich mir Lieblingsbilder ganz gut einzuprägen und mir auf jeden Fall die Titel zu merken. Über monetähnliche Blumen- und Landschaftsbilder (dazwischen auch der echte Monet und Egon Schiele) und Porträts gehts dann aber immer mehr in Richtung Klimt-wie-man-ihn-kennt. Die Wände sind versehen mit Zitaten aus der Zeit, von Beobachtern oder Klimt selbst, passend zum Raum. Ein Raum ist den großformatigen und bekanntesten Klimt Bildern gewidmet. Der Kuss auf der einen Seite, Judith und die Wasserschlangen auf der anderen. Der Raum fängt mich sofort ein. Leider auch noch einige andere Personen, sodass ich nach eingehender Aufsaugphase dann auch wieder weitergehe. Neben den Bilder berühren mich am meisten die handgeschriebenen Gedichte, Fotos von Klimt mit seiner Familie und die Todesanzeigen für Schiele und Klimt.

Den Rest des Schlosses gucke ich mir im Schnelldurchlauf an. Einerseits weil ich jetzt eh schon bis oben hin mit Klimtkunstliebe voll bin und mich das restliche nicht mehr so interessiert, andererseits habe ich für den kompletten Rundgang auch nur zwei Stunden Zeit. Während ich so durch die restliche Ausstellung laufe, verspüre ich den Drang doch wieder zu Klimt zurückgehen und dort die verbleibende Zeit zu verbringen. Das mache ich dann aber doch nicht und gucke mir weiter alles an.

Das Gebäude an sich ist aber auch wunderschön. Schöne Decken mit Stuck oder komplett ein-freskosiert. Überall viel zu sehen.

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Besondere Highlights: Natürlich der special Klimt-Raum mit den bekanntesten Werken. Aber auch von Franz Matsch finde ich ein paar wirklich beeindruckend. Zum Beispiel: Leonardo da Vinci playing chess with his muse in einem wunderschönen Rahmen. Von den anderen Ausstellungen fand ich noch den Admiral Tegetthoff in der Seeschlacht bei Lissa II  von Anton Romako und die böse Mutter von Giovanni Segantini ganz toll. Das Bild, vor dem ich allerdings am längsten  stehen bleibe, ist Die Medizin von Klimt. Das habe ich so noch nie im Ganzen gesehen. Und es gibt so viel zu entdecken. Und hach.

Nach einem kurzen Abstecher in den Museumsshop (es gibt sogar Klimt-Aufklebe-Tattoos!), treffe ich mich mit der Linda. Bei der Hinfahrt ist mir der Plattenladen, in dem die Amanda später ihren Instore-Gig spielen soll, aufgefallen, da ein komplettes Schaufenster mit ihren pinken Plakaten zugekleistert war. Mittlerweile wurde allerdings über Twitter bekannt gegeben, dass der Gig ausfällt, das abendliche Konzert dafür aber stattfinden wird. Als ich diese Neuigkeit von der Linda gesagt bekomme, fällt mir doch wieder der Plattenladen mit seinen Unmengen an Postern ein. Kurzerhand machen wir einen kleinen Umweg und stauben wirklich zwei Amanda-Plakate ab. Dann geht es zum Burgeressen.

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Super leckere Burger im Smokey’s.

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Nach der ausreichenden Sättigung mit Burger, Pommes, Salat und vielen leckeren Saucen geht’s weiter zum Shoppen. Meine reizende Begleitung hat leider nur eine kurze Uni-Pause und so reicht die Zeit zu zweit nur zu einem schnellen Sprung in den Forever 21. Es wird Ausschau nach Glitzerkram für das Konzert gehalten. Leider werden wir nicht fündig und müssen uns erst mal wieder verabschieden. Auf eigene Faust gucke ich noch ein bisschen weiter, gucke in Geschäfte rein, erkunde Seitenstraßen, lande in engen SecondHand-Läden und finde dann doch nichts. Außer einer praktischen Tasche in schwarz und blau. In die kommt dann auch gleich der ebenfalls erstandene Wein für das spätere Konzertvorwärmen rein. Irgendwie finde ich zum Museumsquartier und kann von da aus zur Linda fahren.

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Dort angekommen und bereits konzerttauglich umgezogen, finden sich dann auch bald die Hanna und die Lisa ein und wir essen leckersten Fisolensalat, Paprikasalat und Fladenbrot. Hanna und Lisa kenne ich auch bereits über Twitter, aber es ist sehr toll, sie näher kennenlernen zu können.

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Mein Pailetten-Glitzer-Netz-Oberteil mit mehrlagigem Rock (schwer zu erkennen, ich weiß)

Gemeinsam brechen wir dann zum Konzert auf und treffen auf dem Weg noch auf Petra und Lisa. In der Arena angekommen, beginnt dann auch schon die erste Vorband, Jherek Bischoff. Linda und ich versuchen uns einen Weg nach vorne zu bahnen. Jherek ist wie auch schon in Köln einfach gut und beim zweiten Mal hören sind die Songstrukturen noch ein bisschen eingänglicher.

In der Umbaupause kündigt Amanda eine chinesische Tänzerin an, die dann auch die nächsten ~20Minuten tanzt. Wobei es ein sehr langsamer Tanz ist und das alles ist völliger Stille stattfindet. Die Tänzerin scheint wie in Trance, ihre Bewegungen erinnern an eine Art sehr langsames Tai Chi. Das Zusehen ist anstrengend. Vor allem wenn man, wie wir zu diesem Zeitpunkt auch, wenig von der Bühne sehen kann und still sein soll. An sich ist die Performance interessant, aber es ist einfach nicht der passende Rahmen dafür. Ein Rockkonzert auf dem man über längere Zeit steht, ruhig sein und zugucken soll, funktioniert irgendwie nicht so ganz. Was mich dann aber doch wieder sehr berührt: nach der Performance kommt Amanda auf die Bühne und umarmt die Tänzerin lange. Das ist so ein „Auch wenn ein paar zwischendurch geklatscht haben und es ihnen vielleicht nicht so gefallen hat, ich fands super und du warst toll“-Zeichen.

In der weiteren Pause moggeln wir uns weiter vor bis wir eine gute Sicht haben und dann auch schon in der dritten Reihe stehen.

Die nächste Band ist Chads The Simple Pleasure. Auch die fetzen wieder richtig gut. Die Musik ist sehr tanzbar, aber irgendwie bleibt das restliche Publikum eher steif. Welches kleine Detail ich noch sehr schön und bezeichnend für das gesamte Grand Theft Orchestra finde: während des Simple Pleasure-Auftritts rutscht Chads Mikroständer zur Seite, er singt halt einfach in die Knie gehend weiter, es sieht gewollt aus. Aber Jherek, der sich ja immer auch alle Vorbands von der Seite aus mitansieht, geht auf die Bühne und richtet den Ständer wieder gerade und man sieht, wie froh Chad darum ist. Hach so eine Bandfamilie.

In der nächsten Umbaupause wird Neil Gaiman rausgeschickt. Autor und Ehemann von Amanda soll er doch mal ein bisschen was vorlesen, wenn er schon da ist. Er liest zwei wunderbare Kurzgeschichten vor. Die erste fand ich schon ziemlich gut und witzig. Die zweite entlockte mir ein paar Tränen, weil sie einfach so schön ist. Hier sind beide:

Anschließend ist es dann soweit, Amanda Palmer and the Grand Theft Orchestra kommen auf die Bühne. Schon nach den ersten Minuten merke ich den größten Unterschied zum Köln-Konzert: Amanda hat wieder Power. Natürlich ist sie immer noch ein bisschen angeschlagen, aber das ist kein Vergleich zum vorherigen Konzert. Sie schreit und springt und tanzt und rockt. Die Setliste ist so ziemlich die gleiche wie in Köln. Der eindeutig schönste Konzertmoment war für mich bei Bottomfeeder.Hier ist mal ein ganzes Konzert aus New York. Ab Minute 1:15:30 sieht man Bottomfeeder:

Der Moment, kurz bevor sie in die Menge springt, ihren Blick auf die vor ihr stehenden Zuschauer richtet und sich vergewissert, ob die eben auch „bei ihr“ sind und dann einfach so voller Vertrauen in die Menge springt, das war einfach unbeschreiblich. Ich wusste ja schon ungefähr was gleich kommt, aber es war so intensiv. Und dann ist ihr Bauch auf einmal in meinen Händen und ich gehe ein bisschen in die Knie, weil der Sprung schon auch kräftig ist. Und dann wird sie auch schon wieder weitergetragen. Die Stoffbahnen ihrer Jacken liegen noch länger über unseren Köpfen und bedecken uns wir ein Zirkuszelt oder ein Schwungtuch. Wir sind alle gemeinsam darunter, gucken uns glücklich an und versuchen in der Menge Amanda ausfindig zu machen. Ein Gänsehautmoment.

Ein weiterer Unterschied zu Köln ist auch noch, dass hier im Hintergrund eingeschickte Fan-Fotos zu den jeweiligen Songs eingebelendet werden. Im Vorfeld zu den Konzerten konnte man nämlich sieben Fotos zu jeweils einem Thema auf ihrer Internetseite hochladen. In vielen Konzertlocation funktioniert das allerdings nicht, da kein Beamer, keine Leinwnad oder schlichtweg der Platz dafür fehlt. Die Fotos werden sehr schnell hintereinander gezeigt und passen manchmal exakt zur Musik. Ich habe keine Fotos eingeschickt, so kann ich das Ganze „gelassener“ verfolgen. Ein Detail, dass ich auch noch sehr interessant finde: Für das Cover zu In my Room von Yazoo nimmt Amanda ihre vorgelesen Antworten der Fans zum Thema „something bad oder sad happend in my room“ auf. Vor dem Konzert stand ein Kästchen für die Antworten parat, so konnte jeder seine Geschichte erzählen. Diese Aufnahme wird dann während dem eigentlichen Song auch noch dazu eingespielt. Manche dieser Einblicke sind wirklich sehr traurig, andere hingegen wieder komisch, that’s life.

Ansonsten ist es noch ganz schön, als der Neil nochmal auf die Bühne kommt und zusammen mit der Band Psycho singt:

Das war ungefähr so.

Das Konzert war ziemlich wirklich sehr gut, nur leider wie immer viel zu kurz. Als Zugabe gibt es noch ein mal Want It Back von der Empore aus gesungen mit Mitklatschen und Stampfen und Singen. Und dann ist es auch schon wieder vorbei. Hier die komplette Setlist.

Wir warten noch ein bisschen, ob die Band vielleicht nicht doch noch zum Signieren rauskommt. Immerhin habe ich tapfer mein zuvor erkämpftes Amanda-Plakat dabei und so eine Unterschrift darauf wäre auch nicht verkehrt. Aber die letzte U-Bahn wartet eben auch nicht und so sammeln wir uns wieder ein. Petra und Lisa sind schon gefahren, also fahren wir wieder zu viert total europhirisiert zurück.

Die letzte Nacht vergeht dann auch irgendwie ganz schnell und schon muss ich mich wieder am Westbahnhof von der Linda verabschieden.

Foto 06.11.12 10 11 02

Die Konzertreise fand ich wunderschön, sie war auch ein bisschen anstrengend, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt. So viele tollste Menschen findet man ja auch nicht so leicht alle Tage.

Time in A Bottle

Freitagabend gings zur Schwiegeroma zum Blumen gießen. Da wir abends und morgens gießen sollten, entschlossen wir uns dafür gleich im Gästezimmer zu übernachten. Den Abend verbrachten wir mit Tee trinken und Rommy/Rummikub spielen. Nach einigem Überlegen und dem konsultieren des Internets hatten wir die Regeln dann auch wieder beisammen.

Phase 1: die eigenen Karten irgendwie sinnvoll auf dem Brettchen anordnen.


Phase 2: Versuchen so viele Karten wie möglich rauszulegen und so zu gewinnen.

Nach einer unruhigen Nacht (in einen mittlerweile zu kleinen Bett) und dem obligatorischen Blumen gießen, verbrachten wir den Tag mit jeder Menge Tee, Rummikub, der EdibleSnail und ihrem Freund, dem Omz, einer wilden Kira und einem fast gescheiterten, aber dann doch ganz gutem Tiramisu.
In der Nacht fuhren wir dann doch noch heim. Zum Glück für unseren spontanen Übernachtsungsgast, der bis heute Nachmittag noch bei uns war. Ansonsten habe ich heute noch ein kleines Täschen für die neue „digitale Kompaktkamera“ des Freundes gehäkelt und dabei noch ein paar Folgen von „Call the Midwife“ und „Bored to Death“ geguckt.

Morgen gehts wieder in die Arbeit, allerdings nur für einen Tag und danach hab ich erst mal wieder zwei Wochen Urlaub.

Derzeit sehr oft gehörtes Lied: Jim Croce – Time in A Bottle

Jim Croce

„But there never seems to be enough time
To do the things you want to do
Once you find them
I’ve looked around enough to know
That you’re the one I want to go
Through time with“

Lila

selig sind die,…

…die an ein comeback geglaubt haben…

(freu mich auf das konzert!)