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Berlinale 2014

So, jetzt hier endlich mein Berlinale-Bericht! Das letzte Mal, dass ich bei dort war, war 2010! Kam mir gar nicht so lange her vor! Aber 2014 jetzt ja auch wieder! Los geht’s:

Dieses Jahr sollte es mal wieder so weit sein: ich wollte zur Berlinale fahren! Von all zu vielen Filmen, die dort gezeigt werden würden, wusste ich zwar noch nichts, aber die zwei, drei, die ich kannte, gaben den Ausschlag. Ich plante meine Arbeitszeiten also so, dass ich für ein paar Tage wegfahren konnte und fieberte der Programmbekanntgabe entgegen.

Ein paar Knaller gabs dann auch: The Grand Budapest Hotel, A Long Way Down und vor allem Nymphomaniac wollte ich unbedingt sehen!

Die Karten kann man glücklicherweise mittlerweile online kaufen. Natürlich sind die Server teilweise überlastet und das Kontingent relativ schnell erschöpft, aber wenigstens geht der Kauf auch aus anderen Städten bequem von daheim. Am ersten Tag hatte ich auch gleich Glück und ergatterte ein paar gute Karten, die nächsten Tage auch immer wieder ein paar. Bis mein Plan dann schließlich so aussah:

Ich buchte mir eine Fahrt mit einem Fernbus über Nacht von Donnertag auf Freitag. Mein Freund wollte zwar auch mitfahren, hatte aber Freitag Abend noch ein Konzert mit seiner Band und kam also Samstags nach. Ich erwischte noch ein gutes und relativ günstiges Hostel in meiner Lieblingsgegend und war voller Vorfreude!

Donnerstagsabends machte ich mich also auf den Weg zum ZOB. Der Bus war ausgebucht, neben mir Jordanier und Spanier, die eine Rundreise durch ganz Europa machten. Da kam man selbst direkt in Abenteurerinnenstimmung. Bis auf eine nervige Personenkontrolle durch die Polizei war die Fahrt aber eher unspektakulär. In Berlin angekommen fuhr ich zum Hostel und fand dort einen Zettel mit meinem Namen darauf an der Rezeption. Ich hatte angekündigt, dass ich relativ früh dort erscheinen wollte, dass ich jetzt aber eine Schnitzeljagd-Beschreibung zu meinem Zimmer mit der Notiz „Schlüssel steckt von innen“ erhalten würde, hätte ich nicht gedacht. So vertrauensvoll das Personal war, so groß und komfortabel das Zimmer. Ich war zwar noch ein bisschen von der Fahrt gerädert, wollte aber auch nicht all zu viel Zeit verlieren und legte mich für ein gutes Stündchen nochmal hin.

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Das Hostel-Bad

Dann ging’s auch gleich los in die Innenstadt. Durch die Berlinbesuche der letzten Jahre kenne ich mich doch relativ gut in der Stadt aus, vor allem aber im U-Bahn-Netz. Ich fuhr zuerst zum Alexanderplatz und ging dort in den Humana, ein Second Hand-Laden. Nach etwas rumstöbern fand ich einen schönen seidigen Blümchenrock und eine Elefanten-Brosche. Inzwischen hatte sich auch Lucie gemeldet, mit der ich mich gleich treffen wollte. Sie stand gerade vor dem Friedrichstadt Palast um Karten für The Grand Budapest Hotel an. Ich fuhr zu ihr und nach einer herzlichen Begrüßung standen wir gemeinsam in der Schlange. Überhaupt würde ich die nächsten Tage viel Schlange stehen.

Da ich eine Karte für den Film hatte, wollte ich gegen kurz vor 12 dann auch reingucken und uns Plätze suchen. Immerhin waren wir wirklich ein sehr großes Stück in der Schlange voran gekommen und bereits in Sichtweite der Kassen. Ich fand zwei Rangplätze links oben. Leider erwischte Lucie dann doch keine Karte mehr, obwohl nur noch fünf Personen vor ihr in der Reihe gewesen waren. So guckte ich also alleine den neuen Wes Anderson Film und amüsierte mich ganz wunderbar. Farbenprächtige, skurrile Story und viele wunderbare Schauspieler, ein klassischer Anderson also. Zu gerne würde man nach dem angucken den nächsten Urlaub in diesem Hotel verbringen und Konditorwaren verspeisen. In meiner offiziellen Skala bekommt er 9 von 10 Sterne/Herzen/Hundewelpen. Etwas, das ich an Filmfestivals generell ja eh sehr gerne mag: das klatschen danach. Auch wenn niemand vom Filmteam anwesend ist und man kollektiv eine Leinwand beklatscht, ist das doch immer wieder ein tolles Gefühl. Nach dem Film gingen Lucie und ich erstmal essen und machten uns danach schon mal zum Potsdamer Platz auf, wir wollten unser Glück für den Abend versuchen.

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Ein bisschen kalte Hollywood-Luft schnuppern am roten Teppich.

In die engere Wahl kamen Caravaggio von 1986 mit Sean Bean und Tilda Swinton und The Docks of New York von Josef von Sternberg aus dem Jahr 1928. Wie es sich herausstellte, war es dann aber doch relativ schwer noch an Karten zu kommen. Der Gedanke „Der Film ist von 1928, da drängeln sich bestimmt keine Pressevertreter rein!“ war schon mal falsch… Aber glücklicherweise ergatterten wir doch noch zwei Plätze. Es gab eine kurze Eröffnung der Retrospektive unter dem Motto „Licht und Schatten“, eine Kooperation der Deutschen Kinemathek mit der MOMA. Zu diesem Stummfilm gab es eine sehr passende Pianobegleitung. Der Film an sich war auch für sein Alter noch recht unterhaltsam. Dem Schauspiel merkte man an, dass es gegen Ende der Zwanziger Jahre aufgenommen wurde, es war nicht mehr so arg Pantomimenmäßig, sondern schon natürlicher, 7/10. Nach dem Film verabschiedeten sich Lucie und ich uns recht schnell, ich war auch (noch immer oder schon wieder) ziemlich erschöpft. Auf dem Heimweg kam ich an so vielen schönen Photomotiven vorbei, mein Handy-Akku war aber schon so gut wie aufgebraucht. Also fasste ich den Plan im Hostel ein bisschen zu entspannen, den Akku (im wahrsten Sinne des Wortes) wieder aufzuladen und dann nochmal einen kleinen Kiezspaziergang zu machen. Nicht nur die Photos, auch der Hunger trieb mich durch die milde Nacht nach draußen. Mit schöner Musik erkundete ich die Gegend, in der wir immer mal wieder kurz gewohnt hatten. Fand alte Lieblingsrestaurants und schöne Boutiquen wieder, sah ein paar Veränderungen und sog alles in mich auf. Mit gebratenen Bananen und einem tiefen Glücksgefühl fiel ich ins Hostelbett. Ein toller erster Auftakttag!

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Die bestimmt schönsten Neon-Reklame-Schilder der ganzen Stadt.

Am Samstag war mein erster Film um 12 Uhr der gelungene La Voie de l’ennemi. Durch schöne Bildsprache und mit wunderbarem Cast wird die Geschichte sensibel und langsam erzählt. Mag ich und mit Golden Hour-Licht kriegt man mich immer rum, 8/10. Unter das Klatschen mischten sich zwei, drei Buh-Rufe. Interessante Reaktion, die ich nicht nachvollziehen kann, aber jedem das Seine.

Städte zu Fuß zu erkunden finde ich ja immer sehr toll, ich wollte das also auch mal in der Hauptstadt probieren. Von Mitte nach Kreuzberg müsste doch zu schaffen sein. Könnte es auch sein, wenn ich das Navi richtig lesen könnte/es mich nicht ständig verunsichern würde. Aber erstmal hab ich meinen Orientierungssinn vertraut und bin zufällig an der KunstHalle vorbeikommen. Ich kenne das Museum/Ausstellungsfläche ja noch unter Deutsches Guggenheim und damals war einfach jede besuchte Ausstellung toll. Das wollte ich jetzt auch mal ausprobieren und ich wurde nicht enttäuscht. Auf das Konzept der Ausstellung „A circle walked casually“ wird man zu Beginn mit einer Kurzgeschichte eingestimmt und diese zieht sich durch das Ganze wie ein roter Faden, sprichwörtlich. Es geht um Linien, Kreise und Formen. Neben Baselitz, Kandinsky und Immendorf hängen auch ein paar Werke, die mir sehr gut gefallen haben (Ha!). Im Ernst, ich finde den großen weißen Raum in seiner Aufmachung und der Auswahl und Hängung der Werke sehr stimmig. Mein Liebling war Vik Muniz „Piranesi Series: Carcere XIV, The Gothic Arch“ (2002).

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Blick in die Ausstellung. Im Vordergrund 3/6 von „Whan I Am Happy“ von Alejandro Cesarco (2002).

Auf meinem Weg zum nächsten Zwischenhalt, der Berlinischen Galerie, kam ich an allerhand vertrauten Gebäuden und Plätzen wieder vorbei, die ich sonst nur per ÖPNV erreicht hatte, die Berlin-Karte im Kopf vernetzte sich plötzlich aus den unterschiedlichen Puzzlestücken zusammen. In der Galerie wurden Kurzfilme im Rahmen der Berlinale gezeigt. Kostenlos konnte man so den ganzen Tag längere und kürzere Werke anschauen. Ich kam relativ spät in den eh schon überfüllten Raum und sah die Hälfte von Leaves fall in all seasons aus Saudi Arabien. Die 20-minütige Doku wurde über viele verschiedene Handy-Videos vermittelt. Die Story erschloss sich mir jetzt nicht so ganz, aber allein das Aufzeigen der Möglichkeit „Jeder kann heute Filmen, überall auf der Welt kann so ein Film/eine Dokumentation entstehen“ faszinierte mich. Der nächste Kurzfilm aus Deutschland, Beyond Metabolism stellt allein durch Bilder, ein paar kurzen Interviews und vereinzelten Zwischentiteln die Verbindung zwischen der Architektur einer Kongresshalle und den Entscheidungen, die in ihr getroffen werden, her. Spannende Montage mit schönen, klaren Bildern, 7/10. Das war auch schon der letzte Kurzfilm, der an diesem Nachmittag dort gezeigt wurde. Nach einem Blick in die Broschüre und die Eingangshalle entschied ich mich dagegen, die restliche Galerie anzusehen. Wäre ich zwei Wochen früher hier gewesen, hätte ich meinen alten Freund, Herrn Klimt, ansehen können.

Ich zog weiter in die Bergmannstraße in die nächten Second Hand-Läden. Kurz vor Ladenschluss erstand ich im Colours zwei wunderschöne, mehr oder weniger geblümte Kleider und einen schlichten roten Pullover. Nebenan ging ich lecker essen. Es gab Nigiri mit Shitake-Pilzen und eine Suppe mit Tofu und Fake-Hühnchen. Das Kunst-Huhn schmeckte erstmal so echt, dass ich etwas skeptisch war, aber alles in allem wirklich unglaublich lecker. Gut gesättigt macht ich mich auf den Weg zum Haus der Berliner Festspiele. Hier wurde American Hustle gezeigt. Überzeugt hat mich Christian Bale (wie immer), Amy Adams und Jennifer Lawrence. Die Kostümdesignerinnen dürfen dafür auch gerne irgendwelche Preise bekommen. Besonders schön fand ich auch, dass Louis C.K. hier eine passende Rolle spielen darf, dafür bekam er sogar Zwischenapplaus! (Wer die Serie Louie noch nicht kennt, sollte das nachholen.) American Hustle bildete einen gut gelaunten Tagesabschluss, 8/10.

Mittlerweile war auch der Fernbus des Freundes in Berlin angekommen und wir trafen uns am Zoo. Gemeinsam ging es zurück zum Hostel.

Für Sonntag standen vier Filme an. Der erste von 1927 war Sunrise – A Song of two Humans, erneut mit Pianobegleitung. Hervorheben muss man hier die Montage, nicht nur für die Zeit großartig. Außerdem zwei wunderbare Hauptdarsteller, die sowohl die Tragik- wie auch die Humormomente überzeugend und nicht überladen rüberbrachten, 8/10.

Was wäre ein Berlin- ohne einen Burgeressenbesuch? Das dachten wir uns auch und fuhren zum Burgermeister. Obwohl viel los war, kam der Tofuburger schnell und war vorzüglich, auch die Fries enttäuschten nicht.

Weiter ging es im schnell gefundenen Cubix mit Butter on the Latch. Über den Film wusste ich jetzt mal wirklich komplett gar nichts. Was sich ja meistens eh als vorteilhaft herausstellt. Ein Experimentalfilm mit schönem Kameraspiel und viel gefühlter Realness, trotz so manchem Horrorelement, 8/10. Die drei Hauptdarsteller, Regisseurin und die Kamerafrau waren zu einer kurzen Nachbesprechung und Q&A auch anwesend. Sehr sympathisch alle miteinander. Vor allem fand ich die Schilderung des Low Budgets-Filmprojekts inspirierend.

Ich ließ den Freund noch im Q&A und stellte mich schon mal bei der nächsten Film-Schlange an. So hatten wir dann im nächsten Saal gleich gute Plätze für Love is strange. Auch eher ein Indie-Film aber mit den großartigen Schauspielern John Lithgow und Alfred Molina. Diese prägen den Film auch nachhaltig. Ganz wunderbar pointiertes Spiel, viel Gefühl und eine gute Story, 9/10. Und falls ich nicht schon während des Films geweint hätte, dann spätestens als der Regisseur, Ira Sachs anschließend im Q&A noch so einiges über die Hintergründe zum Film erzählte. Falls sich die Gelegenheit mal auftut: kein Fehler diesen Film zu gucken!

Vor dem letzten Film an diesem Abend hatten wir noch etwas Zeit und vor allem schon wieder Hunger. Wir beschlossen schon mal in unsere Hostelgegend zurückzufahren, da das Kino sowieso in unmittelbarer Umgebung ist. Seit unserem ersten Berlinbesuch hatten wir auch dort in der Nähe ein Lieblingsrestaurant, das Hans Wurst. Neben guter Musik und sooo leckerem veganen Essen war es auch einfach sehr gemütlich dort rumzusitzen. Leider hat der Hans Wurst schon seit ein paar Jahren dicht gemacht, aber sein Nachfolger das Desi ist ebenso zu empfehlen. Steht auf jeden Fall bei jedem Besuch auf der Abklapperliste und hat uns auch dieses Mal nicht enttäuscht.

Satt ging es zurück zum Hotel, kurz ausruhen und dann weiter ins Colloseum zu Nuoc. Eine vietnamesische SciFi-Liebesgeschichte mit einer gelungenen Umsetzung in schönen Bildern, 8/10. Der Regisseur und die Hauptdarstellerin waren auch vor Ort und beide sehr nett und adrett. Vor allem der Schauspielerin muss man ihr Spiel hoch anrechnen, ließ sie doch im Q&A verlauten, dass die Angst vor Wasser hatte. Nuoc heißt übersetzt übrigens „Wasser“, aber das nur am Rande.

Montag ging es gleich mit einem Knaller los: Nymphomaniac vol. I von Lars von Trier. Lange habe ich mich auf diesen Film gefreut. Ein bisschen etwas habe ich auch schon mitbekommen, konnte mir aber nicht wirklich etwas darunter vorstellen. Warteschlangengespräche vor mir spekulierten auf einen „3-Stunden-Porno“, teils vorfreudig, teils ängstlich. Ich möchte am liebsten ein ganz langen Blogpost/Podcast nur mit diesen einem Film füllen (und vielleicht mache ich das auch noch…), so viel ist da drin! Und so toll! Ich bin nicht davon ausgegangen, dass mir der Film nicht gefällt, hatte aber doch eine gewisse Nervosität, wie von Trier das Thema umsetzen würde. Für mich ist ein 10/10-Punkte-Film und ich kann gar nicht erwarten, den zweiten Teil davon zu sehen. Ich hätte nicht gedacht, das von Trier auch so witzig sein kann und gleichzeitig so gefühlvoll seine Hauptdarstellerin zeichnen kann. Charlotte Gainsbourg war in diesem Teil schon toll, Stacy Martin war ganz wundervoll und hoffentlich sehen wir sie bald noch in weiteren Produktionen.

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Warum ich den Friedrichstadt Palast so mag, trotz unbequemer Sitze…

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Ganz beschwingt nach diesem Spektakel kam dann auch schon unser voraussichtlich letzter Film für diese Berlinale-Besuch: Historia del medio. Ein argentinischer Film über Angst, langsam und unaufdringlich erzählt kommt die Grundidee war schnell durch, daraus ergibt sich aber leider nicht mehr. Ein paar gute Szenen sind zwar drinnen, aber für mich 5/10. Wenigstens einen Film von dem ich nicht so überzeugt war, wäre ja auch komisch sonst.

Es ging weiter zur KunstHalle, in der ich ja schon Samstags war, um Jenny und Lucie zu treffen. Wir wollten uns die Ausstellung zusammen angucken. Mit den beiden hatten wir dann immerhin 3/5 der Mädchen in Zwangsjacken vor Ort versammelt (ja, darüber wollte ich auch mal schreiben, verschluderte es dann aber wie so oft wieder, Twittermitleser wissen aber wohl sowieso Bescheid).

Ich fand total interessant, wie unterschiedlich die ein und dieselbe Ausstellung zu einem (wenig) späteren Zeitpunkt wirken kann. Mir sind wieder ganz unterschiedliche Werke aufgefallen und auch Details, die ich zuvor ganz übersehen hatte.

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Friedrichstadt Palast bei Nacht

Danach ging es dann zum Essen in das gleiche italienische Restaurant wie auch schon freitags („Wenn die Pizza da einmal gut war, kann sie drei Tage später doch nicht viel schlechter sein?!“, überhaupt Pizza! Trotz Elmos Einwand, dass es ja „Sometimes food“ ist…). Anschließend wollten wir zurück zum Friedrichstadt Palast und unser Glück versuchen, Karten für A Long Way Down zu bekommen. Leider wurden unsere Hoffnung ziemlich schnell durch ein Ausverkauft-Schild zerstört. Aber gut, ein paar Meter weiter hinter uns war immerhin der rote Teppich über den der Cast des Filmes in Kürze schlendern würde. Also stellten wir uns an den Teppich um ein bisschen Glamour- und Fangirl-Feeling abzubekommen. Hier würde schließlich gleich niemand anders als Toni Collette und Aaron Paul vorbeilaufen! Toni Collette habe ich ja in United States of Tara sehr, sehr schätzen gelernt und Aaron Paul ist in Breaking Bad einfach super gut. Mit den anderen zwei Fangirls war die Wartezeit dann auch eh gleich rum und die Aufregung wurde größer. Ich muss dazu sagen, dass ich noch nie an irgendeinem roten Teppich stand und die Hysterie nur aus Berichten kenne. Ich hätte ja nicht gedacht, dass erwachsene Menschen, meist Männer, sehr laut „MISTER BROSNAN!“, „HEY PIERCE!“ schreien und dabei mit ihren Zetteln und Photos winken würden. Aber gut, wieder was gelernt. Natürlich gab es auch Jesse-Fangirls mit Breaking Bad-Postern aber die waren niedlich-zurückhaltend, eben höfliche Fan-Menschen, so wie wir. Wir standen auch irgendwie in einem sehr leisem Block, direkt zu uns kam keiner der Schauspieler. Aber immerhin haben wir ein paar hübsch verwackelte Photos bekommen. Ein paar Minuten später war der Starrummel-Spuck auch schon wieder vorbei.

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Toni Collette leider nur von hinten, da ich sie sonst anstarren musste.

Nach dem dicht-in-der-Menge-stehen war es auf der Straße dann doch sehr windig und kalt und wir beschlossen dann auch bald das Fangirl-Treffen wieder aufzulösen. Leider, ich fands nämlich sehr schön und sehr lustig mit den Mädels!

Wir fuhren zurück ins Hostel und planten den nächsten Programmpunkt. Würde unser Plan nämlich aufgehen, hätte unser letzter Berlinabend nämlich noch einen sehr schönen Ausklang. Da mein Freund ja bei einem großen TV-Anbieter arbeitet, ergab sich die Gelegenheit eventuell auf die Gästeliste der A Long Way Down-Filmproduzenten-Party zu kommen. Viel mehr: er war schon auf der Liste und ich musste als Ersatz-Kollegin durchgewunken werden. Wir machten uns also schick und fuhren zur Party. Dann war es eigentlich ganz leicht: mein Name wurde abgeglichen und aufgenommen und wir konnten in den 15. Stock zur Party gefahren werden. Allein für den Ausblick hatte sich das ganze schon gelohnt: über den Alexanderplatz gucken zu können bei fast sternenklarer Nacht. Aber es gab ja auch noch freie Getränke (das bemerkte ich aber auch erst, nachdem ich ewig nach meinem Geld gesucht hatte und bemerkte dass niemand sonst zahlt), freie Snacks (vegetarisch sogar) und einen Bauchladen-Mann mit Süßigkeiten! Bis hierhin war die Party schon mal super toll. Die Musik allerdings war nicht ganz so mein Fall, nur Elektro (ich nenne das jetzt mal so, kann auch Minimal House oder Deep Trance oder so sein…). Aber wir tanzten trotzdem ein bisschen und fanden es so schon ganz toll. Die Party wurde aber zusehend immer leerer und unser Gedanke „Gut, es ist zwei Uhr an einem Montag, das könnte sogar für Berlin zu viel sein?!“ schien sich zu bestätigen. Aber dann kamen plötzlich ein paar Security-Menschen herein und auf einmal war auch Aaron Paul da, der auf die Tanzfläche stürmte, tanzte und klatschte. Wir tanzten nachts in Berliner mit Aaron Paul in einem fast leeren Club. Okay. Das machte die Musik dann doch gleich viel besser. Nach einer Weile ging Aaron samt Entourage dann aber Richtung Aufzüge und wir beschlossen eigentlich auch schon genug gefeiert zu haben und uns auf dem Nachhauseweg zu machen. Der Aufzug brachte uns aber nicht nach ganz unten sondern in 12. Stock, auch hier sah es nach Party aus. Komisch, da wollten wir doch auch nur noch mal schnell nachgucken. Und dann war sie da: die eigentlich große Party, mit guter Musik und einem immer noch vor sich hin bouncenden Aaron. Gut, hier ließ es sich dann doch ein bisschen aushalten. So viel getanzt habe ich bestimmt schon Jahre nicht mehr! Und dann auch noch mit einem wunderbaren Schauspieler, der einfach so neben einem tanzt und klatscht und singt und sich freut. Das war wirklich sehr toll!

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Ausblick auf den Alexanderplatz

Um halb sechs Uhr morgens wollten wir dann aber doch nicht die allerletzten sein, die aus dem Club kamen und machten uns auf zu gehen. Den Abend hinweg gab es immer wieder Leute, die sich mit Aaron fotografieren ließen. Einerseits hätte ich zwar auch gerne ein Photo mit ihm gehabt, andererseits wäre mir unangenehm gewesen, ihn zu stören. Er war zwar schon beruflich auf der Party, aber trotzdem wollten wir ihn nicht zu sehr bedrängen. Having said that, als wir hinaus gehen wollten, war da gerade ein anderer, der sich auch mit ihm fotografieren ließ. Also sind wir doch hin und ich konnte Aaron sagen, wie sehr ich seine Arbeit und sein Spiel mochte. Er freute sich darüber sichtlich, umarmte mich und den Freund machte ein Photo mit uns. Happy Fangirl! So ein lieber Mensch, der auch nach stundenlangem Feiern noch so nett und nahbar ist <333.

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♥♥♥

Danach war ich dann erst mal platt. Der Freund auch, wir konnten es nicht fassen, waren müde und aufgekratzt. Im Hostel konnten wir dann doch noch ein wenig schlafen, bevor um halb elf unser Bus zurück fuhr.

Danke Berlin für eine wunderschöne Zeit mit tollen Filmen und einem unvergesslichem Abend!

tl;dr: 12,5 Filme und wenn jemand Party machen kann, dann Aaron Paul!

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Gravity – it’s not about space

***Spoilerwarnung***Spoilerwarnung***Spoilerwarnung***Spoilerwarnung***Spoilerwarnung***Spoilerwarnung***

Dazu sei gesagt, dass dieser Text in Zusammenarbeit mit meinem Freund entstanden ist. Wir sahen den Film gemeinsam, sprachen danach ausführlich und immer wieder darüber und kamen so zusammen auf folgende Gedanken.

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Inmitten des tiefschwarzen, lebensbedrohlichen Weltalls setzt sich eine Gruppe Astronauten mit der widerspenstigen Technik der Raumstation auseinander, darunter leuchtet die ruhende, gewaltige Erde, deren Anziehungskraft in dieser Entfernung nicht mehr wirkt. So werden wir in das neue Science-Fiction-Werk von Alfonso Cuarón hineingeworfen, sieben Jahre nach dem apokalyptischen Children of Men. Ging es damals noch um eine werdende Mutter in einer unfruchtbaren Welt, hat in Gravity die von Sandra Bullock verkörperte Protagonistin ihr Kind bereits verloren, wie ihre Backstory verrät.
Der Film funktioniert oberflächlich betrachtet als bildgewaltiges 3D-Sci-Fi-Abenteuer mit einer schwebenden Kamera und lautlos zerberstenden Raumstationen, in dem sich die von heranschießendem Weltraumschrott bedrohten Figuren zum immer nächsten Zufluchtsort retten müssen, um nicht in der luftleeren, endlosen Weite zu verenden. Die teils minutenlangen Sequenzen ohne sichtbaren Schnitt sind beeindruckend und die Spezialeffekte makellos. Auch der zu bedrohlichem Dröhnen anschwellende Soundtrack trägt seinen Teil zur dichten Atmosphäre bei. Doch die scheinbar nebenbei gelieferte Information, Dr. Ryan Stone habe ihre Tochter verloren, wächst sich zur zentralen Angelegenheit des Films heraus. Wie in jedem guten Science-Fiction-Film dient das Weltall als dramatisches Konzept und Hintergrund für die Bearbeitung irdischer Probleme, in diesem Fall die Darstellung des Trauerprozesses einer Mutter.
Wie die plagenden Gedanken an die persönliche Katastrophe brechen die bedrohlichen Hagelschauer regelmäßig auf die Astronautin herein. Orientierungslos und handlungsunfähig lässt sie sich in Einsamkeit durch den Raum treiben, ihr Schicksalsschlag zwingt sie fast bis zur Selbstaufgabe. Die eigentliche Ärztin, die in Gravity scheinbar gerade ihren ersten Weltraum-Einsatz hat, imaginiert aber eine Gegenfigur: Matt Kowalski (George Clooney) ist fern von jeglicher Ohnmacht ein durchgängig witzelnder, selbstbewusster und erfahrener Astronaut, und nicht ganz zufällig im Gegensatz zu Stone auf seinem letzten Einsatz. Die Kunstfigur symbolisiert die Ruhe, Gelassenheit, Sicherheit und Kontrolle die der Protagonistin fehlen, aber doch in ihr stecken und ihre Hoffnung und ihren Lebenswillen antreiben.
Der innere Dialog mit ihrem von Clooney porträtierten unterbewussten Überlebenswillen lässt sie zunehmend an Stärke und Initiative gewinnen. Gleich der von Psychologin Verena Kast entworfenen vier Trauerphasen durchlebt die Filmfigur verschiedene Stufen, genauso, wie sie sich Level-artig von Raumstation zu Space-Shuttle hangelt: Verdrängung und Flucht in eine Traumwelt (als Astronautin), die emotionale Phase mit Aggression und Schuldgefühlen (über ihr nicht-loslassen-können von ihrer Arbeit), das unbewusste Suchen nach der verlorenen Person (in Form von schwebendem Spielzeug und Familienfotos) und der Dialog und die Aufarbeitung mit einem inneren Begleiter (George Clooneys Matt Kowalski) und schließlich die Akzeptanz des Verlusts und die Integrierung der gewonnenen Erfahrung in ein neues Leben.
Die Möglichkeit auf Neugeburt und Hoffnung offenbart sich in Gravity in zahlreichen Bildern, von der Embryonalhaltung der Astronautin in einer Raumkapsel bis hin zu Jesus- und Buddha-Bildnissen. Doch ihr Weg geht nicht über die Religion, sondern über die aufkeimende Hoffnung, aus eigener Kraft Feuer, Wasser und Weltall zu trotzen, um wieder selbstständig auf festem Boden stehen zu können. Ihre Reise ist dabei mit Kommunikationsschwierigkeiten gepflastert, russische und chinesische Handbücher und Tastenbeschriftungen sowie arktische Gesänge verwehren ihr vorerst den Zugang zur Welt, sie muss ganz auf ihre innere Kraft vertrauen.
Alfonso Cuaróns Gravity ist spektakulär und tiefgehend zugleich. Eventuelle, technische Fehler des Films sind belanglos, da die Kulisse zweitrangig ist. Der hereinprasselnde Sattellitenbruchstück-Schauer und die Zerstörung der ISS haben eine Intensität, wie man sie selten erlebt und Ryan Stones Trauerbewältigung im Vakuum ist bewegend.  Im Äußersten, was wir uns vorstellen können, wird uns das Innerste dargelegt. „Life in space is impossible“ belehrt uns eine Texttafel zu Beginn des Films, der Kampf zurück ins Leben ist dabei aber äußerst sehenswert.

Django Unchained – Hey, little troublemaker

Seitdem ich mich für Film interessiere, interessiere ich mich für Tarantino.

Klar, Tarantino ist längst „Kultregisseur“ und eigentlich finden ihn so ziemlich alle gut. (Und das ist auch verdammt gut so!) Sitze ich im Kinosessel, kann ich nicht einfach zuschauen, sondern hibbel die ganze Zeit mit und verziehe eigentlich ständig das Gesicht, meistens grinsend.

Als ich im Mai 2009 mit einer sehr guten Freundin nach Cannes fuhr, war der Hauptgrund eigentlich „Inglourious Basterds„. Gut, Sonne, Meer, Filmfestival, das hätte alleine eigentlich auch schon gereicht. Und nicht zu vergessen den Film, den  wir dort präsentiert haben. Aber wir haben natürlich auch alles andere gerne mitgenommen. Auf jeden Fall war es heiß, sehr heiß. Wollte man die Pressevorführungen, da konnten wir mit unserem Badge nämlich rein, musste man früh da sein. Das waren wir bei den Basterds dann auch, nämlich die zweiten. Nur ein Amerikaner, der durch ähnliche Umwege dorthin gelangt ist, war noch früher da. Und dann wartet man, lange und in der Sonne. Insgesamt waren das für Inglourious Basterds vier Stunden (und ein kleiner Sonnenstich). Aber es lohnte sich. Wir hatten so viel Spaß in diesem runtergekühlten Saal. Es ist immer noch das beste Kinoerlebnis überhaupt. (Und dann sitzt du irgendwo in Frankreich in einem Kino und plötzlich ist da Bela B. auf der Leinwand und du drehst noch mehr durch als ohnehin schon.)

cannes

Mai 2009, nach ~ 1 Stunde Wartezeit (hier noch im Schatten, bald in der prahlen Sonne und mit noch wirreren Haaren)

Auf den neuen Tarantino freute ich mich daher schon sehr lange. Der Starttermin kam für mich dann aber trotzdem irgendwie sehr plötzlich, aber ich bekam noch einigermaßen gute Karten. Zu viert ging es also am Mittwoch in die Spätvorstellung.

ACHTUNG, ACHTUNG SPOILERWARNUNG! Falls die geneigte Leserschaft den Film noch nicht gesehen hat, sollte dies jetzt dann getan werden. Erst danach wird weitergelesen! ACHTUNG, ACHTUNG SPOILERWARNUNG!

Ich konnte mich zum Glück fast allen Vorabinformationen entziehen. Außer einem unvermeidlichen Trailer im Vorfeld und konnte mich so relativ entspannt und unvorbelastet darauf einlassen. Irgendwas mit amerikanischer Sklaverei, Christoph Waltz, Jamie Foxx und Leonardo DiCaprio jedenfalls. Und dann kam

Django Unchained

Die Geschichte ist soweit eigentlich schnell erzählt. Ein Kopfgeldjäger (Waltz) braucht für seinen aktuellen Fall einen Sklaven (Foxx), der drei Verbrecher identifizieren kann, dafür erhält dieser im Gegenzug seine Freiheit. Die beiden werden ein gutes Team, auch wenn von außen immer wieder Anfeindungen, ob des merkwürdigen Gespanns, kommen. Sie beschließen gemeinsam weiterzuarbeiten, um so Djangos Frau (Washington) von einem Plantagenbesitzer (DiCaprio) freizukaufen.

Natürlich ist es ein Taratino-Film, deswegen dürfen bestimmte Dinge einfach nicht fehlen: überschweifende Gewaltdarstellungen, nackte Füße sind dabei, komische Namen (Broomhilda von Shaft, Butch, d’Artagnan) eine Globus-Bar taucht auf und natürlich dürfen die langen und (mehr oder weniger) eloquenten Dialoge nicht fehlen. Dafür gibt es weder einen Trunk Shot (um 1850 auch schwer einzubauen), noch eine wirklich „starke Frauenrolle“. Gerade bei letzterem habe ich auf die, immer mal wieder angedeutete, Zoë Bell gehofft. Ich erwarte sie jetzt zumindest im nächsten Teil und nicht nur als winzige „Tarantinos Lieblinge sind natürlich auch alle wieder dabei“-Figur (wie hier am Beispiel von Tom Savini oder Michael Parks).

Und auch die ganzen schönen Filmreferenzen dürfen selbstverständlich nicht fehlen. Unweigerlich fallen einem die Parallelen zu Inglourious Basterds auf. Landers Pfeife aus den Basterds verwandelt sich in Candies Kokosnusscocktail, es wird sowohl englisch und deutsch als auch französisch und italienisch gesprochen. Waltz ist wieder ein Deutscher, diesmal allerdings in der Helferrolle, in der er „blind“ jeder Hautfarbe („What’s everybody staring at?“), als einziger Weißer menschlich agiert (neben Candies Schwester, die sich als einzige über die Bloßstellung Hildis echauffiert). 

Wie auch sonst gerne in Tarantino-Filmen, ist auch Django voller Anspielungen. Hier natürlich besonders auf das Westerngenre. Auch wenn ich jetzt nicht all zu viele Western gesehen habe, sind mir ein paar kleine Details aufgefallen. Beispielsweise gibt es eine Szene, in der Django seinen Sattel schultert. Ich gebe zu, dass mag in Western häufiger vorkommen, für mich ist das allerdings eine schöne Referenz an den (ich nenne es mal) Westernklamauk „Mein Name ist Nobody„. Da sieht bereits das Cover schon so ähnlich aus und auch im Film selbst kommt das ab und zu vor. Wenn ich mich richtig erinnere, wird ♥Terence Hill♥ daraufhin auch mit einem Engel verglichen, wegen der Flügel, ihr versteht?!

Des Öfteren wird im Film auch von Postkutschenräubern gesprochen, da musste ich schon auch ein bisschen an Stagecoach denken. Sollte jemand mal einen guten Western anschauen wollen, der ist dafür ganz gut geeignet (übrigens auch komplett auf Youtube zu finden).

Mich erinnert außerdem das erste Aufeinandertreffen Djangos mit Dr. Schultz sowie auch ein paar spätere kleine Details an True Grit (2010).

Wahrscheinlich bin ich grad noch ein bisschen zu sehr unter dem Einfluss der Serie, aber irgendwie erschienen mir manche Servicepersonalgesten im Candie-Haus sehr vertraut zu sein. Der Quentin wird doch nicht auch Downton Abbey gucken…

Schön war es natürlich auch den „richtigen“ Django, also Franco Nero, in einem Cameo-Auftritt zu sehen. Und das die besten Sterbeszenen immer der Regisseur bekommt, ist auch klar, oder?!

Sieht sonst noch jemand eine gewisse Ähnlichkeit zwischen dem DiCaprio und König Ludwig II? Nein? Ich finde das passt ganz gut in das Märchen- und Sagenthema, dass Tarantino hier mit den Ring des Nibelungen zusätzlich einbaut. Broomhilda, die am Ende dann (leider sehr klassisch) gerettet wird und das Feuer, dass sie eigentlich umgibt, im sicheren Abstand und von ihrem Helden entzündet sieht.

Zu den Schauspielern:

Christoph Waltz ist wie gewohnt einfach unglaublich gut. Sein Timing, seine Ausdruck, da stimmt einfach alles. Glücklicherweise konnte er hier eine ganz andere Rolle von sich zeigen als in den Basterds und konnte sich somit hoffentlich aus der Schurken-Schublade befreien.

Jamie Foxx fand ich damals in „Collateral“ ganz gut, habe aber sonst eh nichts anderes von ihm gesehen. Wie die Zusammenarbeit mit Tarantino aussehen würde, konnte mir nicht vorstellen. Hier finde ich ihn wirklich überzeugend, auch wenn sein Spielspektrum bestimmt noch breiter ist.

Ich habe ja die Hoffnung, dass Leonardo DiCaprio mit dem Alter noch ein bisschen besser wird. Es spielt immer gut und solide, aber für mich leider auch nicht mehr. Als ich im Trailer mitbekam, dass er der „Böse“ wird, konnte ich mir sehr gut vorstellen, ihn hassen zu können. Aber wie gesagt, ich sehe da noch Potential.

Ein weiterer Tarantino-Liebling war natürlich, wie zu erwarten war, einfach auch wieder brillant. Samuel L. Jackson als oberster Haussklave und so etwas wie der Berater im Hintergrund des Plantagenbesitzers. Meine Lieblingsszene hier war gleichzeitig seine letzte: der alte Mann sieht, dass er sich zu einem letzten und chancenlosen Kampf „aufraffen“ muss. Er richtet sich gerade auf, schmeißt seinen Gehstock hin und will so in Würde hingerichtet werden. (Ein bisschen wie die Martin Freeman (als John Watson) Szenen in Sherlock, in der seinen Gehstock vergisst. Nur im Zeitraffer.)

Leider stehen hier jetzt vier männliche Schauspieler, ungewöhnlich für einen Tarantino-Film, aber wie gesagt, ich setzte auf den nächsten Teil. Da erwarte ich gerade ein „gemischtes Doppel“ (weil wegen Inglourious Basterds = weibliche Heldin, Django = männlicher Held) und sie werden bestimmt wieder was abbrennen, ich weiß nur noch nicht, was die Zoë Bell da abfackeln wird.

Für mich ist der Film ist der lustigste und der ernsteste zu gleich. Die KKK-Szene hat ja fast schon Comedy-Elemente, der Saal lacht. Darüber hinaus gibt es aber beispielsweise eine sehr brutale Szene, die den Zuschauern zuerst vorenthalten wird um dann in kurzen (Erinnerungs)Flashbacks dazwischen geschnitten zu werden. Man merkt, wie wichtig Tarantino die Botschaft hinter all dessen ist. Und sie kommt an.

Auf dem Heimweg diskutierten wir noch, wie der Film wohl ausgesehen hätte wenn Sally Menke, seine Cutterin, noch leben würde. Kamen uns doch ein paar (musikalische) Übergänge ein bisschen zu abgehackt vor. Der Soundtrack ist wieder einfach super und läuft hier zur Zeit in Heavy Rotation. Außerdem habe ich mich als großer Dexter-Fan natürlich sehr über James Remars Rolle gefreut

Wie gesagt, ich habe ihn bis jetzt erst ein Mal gesehen. Ich kann es kaum erwarten, ihn in den nächsten Wochen noch (ein paar) Mal anzusehen. Auch möchte ich in einer Szene in Candies Haus noch mal genauer hinsehen, ob das wirklich nicht Axel Prahl ist, den ich da meinte im Kameraschwenk gesehen zu haben. Es lässt sich bestimmt noch ganz viel mehr entdecken.

Der Film bekommt von mir die Bewertung 10/10 Sterne/Punkte/Herzchen, auch wenn er ein paar Schwächen hat, hatte ich sehr viel Spaß und kann ihn jederzeit wieder angucken.

Die Serienliste

Habe ich früher meistens nur das geguckt, was an Serien gerade im TV ausgestrahlt wurde, schaue ich in den letzten paar Jahren immer mehr Serien gezielt an. Es kommen viele neue Serien raus, über die Trailer oder Lieblingsschauspieler treffe ich schon mal eine Vorauswahl und natürlich werden mir auch immer öfter welche (vor allem über Twitter) empfohlen. Hier mal eine aktuelle Liste:

A

American Horror Story (derzeit bei Staffel 1)

Awake (bis Staffel 1)

B

Blackout (bis Staffel 1)

Boardwalk Empire (derzeit bei Staffel 1)

Bored To Death (derzeit bei Staffel 1)

Breaking Bad (derzeit bei Staffel 1)

Bunheads (bis Staffel 1)

C

Call The Midwife (derzeit bei Staffel 1)

Carnivale (bis Staffel 1)

Community (bis Staffel 1)

D

Dead Like Me (bis Staffel 1)

Der Aufschneider (bis Staffel 1)

Der Tatortreiniger (derzeit bei Staffel 1)

Dexter (derzeit bei Staffel 7)

Dollhouse (Pilot)

Downton Abbey (derzeit bei Staffel 3)

Dreileben (bis Staffel 1)

E

Elementary  (derzeit bei Staffel 1)

Enlightened (bis Staffel 1)

F

Firefly (bis Staffel 1)

Freaks And Geeks (bis Staffel 1)

Friends (bis Staffel 10)

G

Game Of Thrones (derzeit bei Staffel 2)

Gilmore Girls (bis Staffel 7)

Girls (derzeit bei Staffel 1)

Glee (bis Staffel 4)

Go On (derzeit bei Staffel 1)

H

Homeland (derzeit bei Staffel 2)

How I Met Your Mother (derzeit bei Staffel 8)

I

In Treatment (derzeit bei Staffel 2)

J

Jane By Design (bis Staffel 1)

L

Louie (derzeit bei Staffel 3)

M

Mad Men (bis Staffel 2)

Malcolm In The Middle (bis Staffel 7)

Mike & Molly (bis Staffel 1)

Miranda (derzeit bei Staffel 3)

Misfits (derzeit bei Staffel 3)

N

New Girl (derzeit bei Staffel 2)

P

Parade’s End (derzeit bei Staffel 1)

Parenthood (derzeit bei Staffel 4)

Person Of Interest (bis Staffel 1)

Portlandia (derzeit bei Staffel 3)

R

Raising Hope (bis Staffel 1)

Ringer (bis Staffel 1)

S

Scrubs (bis Staffel 9)

Sex And The City (bis Staffel 6)

Sherlock (derzeit bis Staffel 2)

Six Feet Under (bis Staffel 5)

Sopranos (derzeit bei Staffel 2)

Suburgatory (bis Staffel 1)

Switched At Birth (bis Staffel 2)

T

Titanic (bis Staffel 1)

The Big Bang Theory (derzeit bei Staffel 6)

The New Normal (derzeit bei Staffel 1)

The Nine Lives of Chloe King (Pilot)

U

United States of Tara (bis Staffel 3)

W

Whitney (bis Staffel 1)

Fett markiert = Meine Favoriten

Derzeit bis = Serie wird aktuell geguckt

Bis = Serie wird gerade nicht geguckt

Pilot = Erste Folge beziehungsweise der Pilot wurde gesehen

Es fällt natürlich auf, dass ich viele Serien nur bis zur ersten Staffel gesehen habe. Das ist die klassische die  „Serien ist ganz okay, aber lieber erst mal mit XY weitermachen…“-Entscheidung. Außer den eh deutschen Serien sind alle in Originalfassung gesehen worden (Malcolm In The Middle ausgenommen).

Rauhnächte

Das allgemeine Weihnachts- und Neujahrüberfressungskoma hielt bei mir ganz schön lange an. Ich habe viele Jahresrückblicke gern gelesen, war zu einem eigenen aber teilweise zu faul, zum Teil erinnere ich mich gar nicht mehr so genau an alles. Man wird ja auch immer älter, gell.

Aber fangen wir von vorne an.

Weihnachten. Nach ein bisschen hin und her, wo wir denn dieses Jahr Weihnachten feiern sollen, entschlossen sich meine Eltern doch dazu, zu uns nach München zu kommen. Die restliche Familie hier würde auch kommen und es wäre dann ja auch eigentlich so wie immer. Massenweihnachtsesseneinkaufe auch so wie immer. Bis dahin war alles ganz normal, ein bisschen stressig, aber eben auch so wie immer. Dann rief mich am 24. meine Oma sehr aufgebracht an, was denn heute überhaupt los sein, sie wisse nämlich von gar nichts. Nach einem Rundruf stellte sich heraus, ihr hatte anscheinend wirklich niemand Bescheid gesagt, für alle anderen (Onkel + Tantenfamilie) war die Sache ja klar. Ich versuchte sie also zu besänftigen und zu überreden, doch herzukommen. Immerhin wären wir ja gerade dabei alles vorzubereiten und das Essen ließe sich auch nicht so einfach wegzaubern. Dabei habe ich richtig gemerkt, wie ich mich selbst aufgeregt habe, weil ich so ein stures und unflexibles Denken „Mir hat ja niemand was gesagt, also komme ich auch nicht, ob Weihnachten ist oder nicht, interessiert mich doch nicht!“ zunehmend genervt hat. Aber gut, sie wollte schließlich doch kommen.

Zum Essen gab es panierten Fisch beziehungsweise Schnitzel und Kartoffel-Gurken-Salat (für mich ein Veggie-Schnitzel), wie jedes Jahr. Da ist meine restliche Familie sehr eisern. Mein Vater gibt sich jedes Jahr viel Mühe beim Kochen und bereitete auch dieses Jahr wieder ein paar außerplanmäßige Gerichte wie Mangold-Tomaten-Ratatouille oder Mangold-Salat zu. Ich fand alles sehr lecker, der Rest verschmähte das meiste. Im Vorhinein überlegte ich mir, dass ich mein derzeitiges Lieblingsdessert auch gerne anbieten würde. Ich hätte allerdings damit rechnen müssen, dass sie auch nicht von allen probiert werden würde. (2 x „Ich mag keine weiße Schokolade.“ (!) 1 x „Ich esse keinen zur Zeit keinen Zucker“ (Es. Ist. Weihnachten.)) Tja, also mehr für mich.

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Hier das Dessert von Frau Feinschmeckerle das „Weißes Hüftgold“

 Nach dem Essen konnte ich ein bisschen mit meiner 8-jährigen Cousine, die ich leider viel zu selten sehe, spielen. Nach ein paar Runden Uno, MaunzMaunz und Rummikub gab es dann schon die Bescherung. Wie gut meine zwei verschenkten Bücher „Die Pop-Up  Girls – Abenteuer im Papierland“ und „Ottoline und die gelbe Katze“ jetzt wirklich bei meiner Cousine angekommen sind, muss ich wohl erst noch erfragen, ihre ganze Aufmerksamkeit richtete sich nämlich auf ihr neues Schminkkästchen.  Dafür kam mein Fotobüchlein für alle sehr gut an. Werde wohl auch in nächster Zeit vor allem persönliche (Foto-)Geschenke unter die Leute bringen, das sieht man die Freude richtig. Ich bekam von meinen Eltern einen silbernen Schmuckbaum. Das Ding ist ja ganz schön anzusehen und auch praktisch, aber wie bei den meisten Geschenken meiner Eltern eigentlich ein wenig unnötig. (Oder wie eine Freundin es formulierte: „Ein Schmuckbaum? Das brauchen doch nur Püppchen und Heimchen.“) Und dann war der Heilige Abend auch schon wieder vorbei. Trotz all dem Stress war es wirklich schön, mal wieder alle zu sehen und mal wieder die gleichen Geschichten zu hören. Meine Eltern fuhren am nächsten Vormittag und nahmen zum Glück einen Großteil des Essens mit.

Von meinem Freund hatte ich bereits am 24. nachmittags das überhaupt beste Geschenk bekommen: eine lilane Ukulele! Ich übte ein bisschen herum und konnte dank einiger Youtube-Tutorials nach nicht mal einer Stunde schon „Bruder Jakob“ zupfen.

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„You can play the ukulele too it is painfully simple
Play your ukulele badly, play your ukulele loudly“

Mein Freund feierte mit seiner Familie Weihnachten. Am ersten Weihnachtsfeiertag fuhr ich mit der restlichen Weihnachtsnachspeise zu ihnen. Dort gab es natürlich auch noch mal das volle Menüprogramm mit Petersilienwurzelsuppe, Französischen Kartoffeln, blanchiertes Gemüse, irgendwas Fleischigem und andere Leckereien, die das zu mir genommene Fett wohl schon wieder aus meinem Hirn verdrängt hat. Und mein Nachtisch schmeckte auch allen. Ein indisches Kochbuch, eine Kraken-Haarschleife und ein paar Badepinguine fanden über den Umweg des Christkinds (beziehungsweise des Weihnachtsmanns, Santa Claus und des fliegenden Spaghettimonsters) auch noch zu mir.

Es war ein sehr schöner Tag mit viel Gemütlichkeit, gutem Essen und einigen Rummikub-Partien. Zwischendrin kam noch ein bisschen mehr Familie mit zwei wunderbaren und tobenden Kindern. Besonders schön dabei war der erste Satz der 4jährigen an mich „Dich kenn ich noch. Dir hab ich auf den Schoß gepupst!“

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Regenbogen über Schwabing

Am zweiten Weihnachtsfeiertag ging es abends zu einer Freundin zum gemeinsamen Depp/Burton-Filmabend. Auch hier sollten wir keine Gelegenheit für aufkommenden Hunger haben: es gab schließlich Käse-Fondue. Zu fünf sahen wir zuerst Dark Shadows und dann noch Ed Wood. Dark Shadows habe ich zum ersten Mal gesehen, fand ich ganz gut, halt sehr burtonesk. Ich empfand nur die Charakterentwicklung eher mau und meines Erachtens wurde viel zu viel (potenziell gute) Geschichte in zu wenig Zeit gestopft (7/10). Ed Wood mag ich, weil er abgedreht ist und Bela Lugosi (alias Martin Landau) drin hat (7/10). Dazwischen kam es noch zu einer kleinen Geschenkübergabe, jetzt kann ich auch endlich anfangen, Neil Gaiman und auch wieder mehr SciFi zu lesen.

Gerade die beiden Feiertage fand ich sehr gemütlich und entspannend.

Ich habe das Gefühl, mit immer mehr Abstand zu meiner eigenen Familie diese objektiver und „realistischer“ sehen zu können (wenn das überhaupt geht). Nehme ich mal meine Eltern da weitestgehend raus, fühle ich mich mit den Restlichen nicht wirklich verbunden oder erfahre von ihnen irgendwelche Gefühle. Das mag natürlich daran liegen, dass wir uns nicht so häufig sehen, andererseits ist meine (deutsche) Familie auch einfach nicht besonders „herzlich“ oder trägt das Herz einfach weniger auf der Zunge. Das soll gar nicht so böse klingen, ich glaube, das ist bei mir einfach ein erweiterter Abnabelungsprozess und die Erkenntnis, dass es mir wahrscheinlich in der Wahlfamilie besser geht als in der Herkunftsfamilie.

Nach einem Ruhetag um sich vom ganzen Essen erholen zu können, ging es dann zu einem Freund zum Looper gucken und Pizza essen. Eigentlich kann ich gar nicht so genau sagen, wie ich Looper fand, da ich die ersten 20-30 Minuten damit verbrachte mich an den HD-Fernseher zu gewöhnen. Ich weiß nicht genau woran es lag, aber es wird wohl die Mischung aus digital und in HD gedrehter Film + HD-Fernseher sein, der mir den Einstieg so schwer machte. Kameraschwenks die ruckelig und viel genauer wirken als ich das gewohnt bin, führen bei mir nicht zu einem „Uh, das ist ja voll nach der Wirklichkeit aus“ sondern eher zu Kopfschmerzen. Dieses schärfer als die Realität muss ich wohl nichts angucken. Dem Argument der Freunde, dass man sich daran ziemlich gewöhnt, möchte ich erst mal nicht glauben. Aber wer weiß, vielleicht muss ich ja in zwei Jahren über diesen Eintrag schmunzeln… Lopper jedenfalls fand ich soweit aber ganz gut. Ich mag es ja immer Filme zu sehen, von denen ich noch gar nichts weiß und so grübelte ich die erste Zeit zusätzlich drüber nach, ob das jetzt eigentlich wirklich Joseph Gordon-Levitt ist oder einer anderer Schauspieler, der ihm aber wirklich sehr ähnelt. Ich freue mich schon darauf, den Film in einigen Monaten noch mal ohne HD-Krams anzusehen und vergebe bis dahin 8/10.

Am vorletzten Tag des Jahres fuhren wir nach Bad Füssing zu der Oma des Freundes. Mit Schwiegerschwester und Schwiegerschwesterfreund ging es dann ins Thermalbad. Man möchte ja nicht meinen, dass es dort einen Tag vor Silvester so zugehen kann, aber es war halt auch Sonntag. Überall war es voll, außer im „kalten“ 28° Wasserbecken. Dort trauten sich nicht so viele Kurgäste rein, also konnten die Schwiegerschwester und ich dort wieder den Luxus eines leeren Beckens zum ausgiebigen Schwimmen nutzen. Danach ging es dann noch für einen kurzen Abstecher auf den noch geöffneten Weihnachtsmarkt. Rechtzeitig zum Tanz der Haberer und der Druden trafen wir ein, konnten sie in der Menge noch gerade so sehen und spazierten noch ein bisschen übder den restlichen Markt. Anschließend machten wir uns ausgehungert über das leckere indisch angehauchte Reis-Gemüsegericht her.

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Mein Silvesteroutfit. (Schwererkennbar: der passende graue Glitzernagellack)

Am 31. feierten wir in einer sehr netten Runden bei der Depp/Burton-Filmabend-Freundin und ihrem Mann Silvester. Besonders schön dort war, neben dem leckeren Käse-Spinat-Fondue, allerlei Salaten und der mitternachtlichen Käseplatte, der Ausblick. Man kann von dem über zwei Stockwerke reichenden Fenster aus auf fast ganz München gucken. Zumindest auf die wichtigen Stadtteile. Ganz links sieht man noch den Olympiapark (welcher wiederum ja mein Aussichtshighlight daheim ist), dann Schwabing/Maxvorstadt, die komplette Innenstadt, rechts dann noch die Au und Giesing. Und überall Feuerwerkelts vor sich hin. (Ich bin ja ein großer Feuerwerk-Aktiv-Gegner und noch größerer Feuerwerk-Passiv-Genießer. Solange ich nicht mittendrin stehen muss, finde ich die Blitze, Farben, das Zischen und Sausen ja super.) Glücklicherweise konnte ich ein paar Tage zuvor die letzten drei vorrätigen Bleigieß-Sets in einer Drogerie abgreifen und so konnte das traditionelle Zukunftsgießen auch veranstaltet werden. Allerdings habe ich dieses Jahr einen ganz lahmen Tropfen gegossen, der somit auch nicht den Weg in meine Bleigussformensammlung erhalten hat. Ein weiteres Highlight des Abends waren die Luftballons. Klingt jetzt vielleicht merkwürdig, aber man glaubt gar nicht, wie lange sich Erwachsene daran erfreuen können gegenseitig mit bunten, langen Luftballons abzuschießen. Das kann einige Zeit so gehen. Wirklich. Am Ende entstand auch noch ein bisschen Kunst daraus:

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Das Luftballon-Statuen-Bild

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Das Käseplattengelage mit obligatorischer Knabberbox und Resten des Bleigießens.

Da das neue Jahr ja so gut anfangen soll, wie das alte aufgehört hat, ging es am 1.1. direkt mal wieder zu Freunden zum Burger machen, essen und Vertigo gucken. Nach zwei Burger musste ich mich allerdings geschlagen geben und rollte den Rest des Abends stöhnend vor mich hin. Vertigo wollte ich schon lange mal angucken und freute mich schon darauf. Ich mag Hitchcock-Filme ja generell sehr gern und Vertigo zählt für mich zu einem der Besten. Die Atmosphäre, die typische Hitchcock-Suspense und der Plot-Twist veranlassen mich zu einer 9/10 Bewertung.

Spannend ging es weiter: am nächsten Abend ging es zu anderen Freunden zum Dexter-gucken. Inzwischen sind wir bei der siebten Staffel und wollten die restlichen vier Folgen gemeinsam zu viert ansehen. Dazu gab’s unser Standard-Dexter-Essen: Spätzle mit Soß! (In diesem Fall aber ohne Soße aber mit Käse.) Manchmal hat man so eine Verbindung zwischen Serien/Filmen und Essen. So ähnlich wie bei Musik und Orten vielleicht.

Die letzten Tage ging es hier wieder ein bisschen ruhiger zu. Abwechselnd gucken wir New Girl (meistens als Frühstücksserie) und Downton Abbey (als Mittags- und Abendessenserie). Beide sehr zu empfehlen. Ansonsten müssen wir beide noch viel für das Studium machen. Ich kann mich zur Zeit nicht so sehr dafür aufraffen und habe lieber schon einmal nach Stellenangeboten gesucht. Ein paar davon klingen ganz interessant. Nicht unbedingt das Feld, in das ich am liebsten gerutscht wäre, aber um in eine Beratungsstelle zu kommen, sollte mindestens 2-4 Jahre (Beratungs-)Erfahrung haben. (Woher ich die allerdings dann bekommen sollte, wenn ich nicht wieder zig Monate im Praktikum stecken möchte, weiß ich auch noch nicht wirklich.) Bis lang habe ich jetzt schon mal eine Bewerbung formuliert und mache mich demnächst daran alle Zeugnisse und Praxisbewertung einzuscannen. Am meisten Bammel habe ich jetzt schon vor den möglichen Bewerbungsgesprächen, aber wir werden sehen wie’s läuft…

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Frohes Neues ❤