A Study in Lila(c)

Zur Zeit studiere ich ja noch Soziale Arbeit. Mittlerweile bald im siebten und letzten Semester, hoffentlich. Das Bachelorarbeits-Thema ist einigermaßen gefunden und muss nur noch mit der noch zu findenen Dozentin abgeklärt werden.

So weit, so gut. Mir gefällt das Studium ziemlich gut, auch wenn ich manchmal das Gefühl habe, nicht wirklich etwas neues und wichtiges zu lernen (zumindest im Vergleich mit anderen Studiengängen oder Schwerpunkten). Mein Qualifizierungsbereich, also der gewählte Schwerpunkt, ist „Bildung, Kultur und Medien“ und da dann noch mal spezieller die Medienpädagogik. Bereits im Praxissemster und jetzt auch nebenher arbeite ich in einer supertollen medienpädagogischen Einrichtung. Die Arbeit macht mir wirklich Spaß und ich nehme sie manchmal gar nicht als „Arbeit“ war. Ich kann mir gut vorstellen, nach dem Studium (also ungefähr nächsten März… wuuuuuah!) als Medienpädagogin weiterzuarbeiten. Das Einzige, was mich ein bisschen daran stört, ist der wenige Klientenkontakt. In meiner Arbeit betreue ich zwar jede Woche ein Mal eine relativ feste Gruppe, kann ihnen etwas beibringen, unterstützen und weiterhelfen, aber irgendwie ist mir das noch zu wenig wirkliche „Hilfe“.

Ein ehemaliger Dozent meinte bei einem Videoprojekt mal, dass diese Projekte die rausgepickten Rosinen der Sozialen Arbeit seien und die meisten Anderen dann die furchtbaren und ausweglosen Fälle lösen müssten. Für mich klingt das eher nach „Dann sollten wir dem Rest mal dabei helfen!“ als „Dann bleiben wir mal bei unseren Projekten und lassen die Anderen mal machen“. Irgendwie kann ich da mein Helfersyndrom nicht so richtig unterdrücken und es möchte ausgelebt werden. Auch wenn ich weiß, dass einige der Sozialpädagogen, die in den „härteren“ oder „aufreibenderen“ Feldern arbeiten, nach ein paar Jahren selbst erschöpft und ausgelaugt sind.

Am liebsten würde ich wohl was in Richtung Beratung machen. Die Beratungsseminare haben mich sehr interessiert und mir auch persönlich viel gebracht. Und ja, ein bisschen bereue ich es auch, nicht diesen Schwerpunkt belegt zu haben. (Andererseits habe ich dafür keine Rechtsprüfungen mehr!) Die ganzen Fort- und Weiterbildungskurse kann ich mir wohl in den nächsten Jahren erstmal nicht leisten. Aber ich habe auch schon mal nach möglichen Master-Studiengängen geguckt und da gibt es ja auch ein paar. Die sind natürlich meistens auch unbezahlbar, aber da gibts dann wenigstens noch die Möglichkeit den Master während der Elternschaft zu machen (und so zumindest ein paar Studiengebühren zu sparen). Da ich sowieso für die meisten Zusatzausbildungen eine zweijährige Berufserfahrung benötige, hat das aber eh noch alles ein bisschen Zeit.

Bis dahin brüte ich noch eine Weile über meiner Bachelorarbeit, die übrigens auch in die Beratungsschiene geht und guck mich weiter um.

Lila

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